Fremdwährungskredit

Der Fremdwährungskredit: Eine Erläuterung

Firmenkunden in Europa pflegen dieses Praxis bereits seit Jahrzehnten, aber auch Privatkunden tendieren immer mehr dazu, einen Kredit in einer anderen Währung aufzunehmen. In diesem Fall spricht man von einem sogenannten Fremdwährungskredit. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich hierbei der US-Dollar und die Schweizer Franken bei den Darlehensnehmern, die ihren Kredit in einer möglichst stabilen Währung bekommen möchten. Diese Darlehensnehmer brauchen den Kredit in der Regel, um im Land der fremden Währung Geschäfte zu tätigen. Spekulanten scheuen dagegen die Stabilität, sondern suchen den Weg ins Risiko. Denn mit einem Fremdwährungskredit lassen sich große Gewinne einfahren.

Die Vorteile eines Fremdwährungskredits

Denn diese Form des Darlehens hängt von den Wechselkursen ab. Getilgt werden die Kredite in der heimischen Währung. Nimmt also ein Privatkunde ein Darlehen in einer fremden Währung auf, dessen Wechselkurs im Rückzahlungszeitraum im Vergleich zum Punkt der Kreditaufnahme nachgibt, muss er nur einen Bruchteil der ursprünglichen Kreditsumme tilgen. Dieser Umstand ist sogar doppelt positiv, denn auch der Zinssatz wird in der fremden Währung geführt, weshalb auch die Zinsbelastung dem Wechselkurs unterliegt.

Nachteile

Die Gefahr bei diesem Poker liegt auf der Hand. Gibt der Wechselkurs der heimischen Währung nach, steigt die ursprüngliche Kreditsumme genau wie die Zinsbelastung deutlich an, weshalb der Darlehensnehmer einen großen Verlust erleiden könnte.

Aber damit sind die Nachteile eines Fremdwährungskredits nicht beendet. Zum einen bedeutet dieser einen deutlichen höheren Verwaltungsaufwand. Manche Banken machen ein separates (und natürlich kostenpflichtiges) Konto zur Bedingung. Zum anderen ist nicht garantiert, dass die Banken nicht eine zusätzliche Gebühr erheben, um die Kreditsumme in der Fremdwährung zu gewähren. Zumindest bei der Zinsberechnung ist diese Praxis nicht ungewöhnlich.

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